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17.08.2011 |
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Höchster Punkt der Stadt: Aussichtsturm auf Piesberg schafft emotionales Naturerlebnis

Infotafeln informieren über regionale Naturereignisse und „Erneuerbare Energien“ – DBU gibt 40.000 Euro
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Präsentierten die Baupläne für die neue Aussichtsplattform auf dem Piesberg in Osnabrück (vl.): Ratsvorsitzender der Stadt Osnabrück, Josef Thöle, DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius und der Fachbereichsleiter Umwelt der Stadt Osnabrück, Detlef Gerdts.
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Osnabrück. Der Kultur- und Landschaftspark Piesberg in Osnabrück wird um eine Attraktion reicher. Eine Aussichtsplattform in 200 Metern Höhe rund um einen ehemaligen Windkraftturm soll Besuchern ab Herbst einen ungehinderten Blick über den gesamten Naturpark TERRA.vita ermöglichen. Speziell konzipierte Infotafeln, Karten und Bilder sollen Interessierte über seine kulturelle und naturräumliche Bedeutung und das Thema „Erneuerbare Energien“ informieren. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt den Bau des „begehbaren Exponates“ mit 40.000 Euro. „Vor allem die jüngere Generation kann durch die Mischung aus kognitiver Informationsvermittlung und emotionalen Naturerlebnissen viel Wissenswertes über die heimische Flora und Fauna erfahren“, sagte DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde heute beim ersten Spatenstich zusammen mit Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius, dem Fachbereichsleiter Umwelt der Stadt, Detlef Gerdts, und Piesberg-Projektleiter Karl-Heinz Uthmann.

Dörenther Klippen, Endmoränen Ankumer Höhe, Saurierfährten Barkhausen: Infotafeln stellen wichtige Sichtpunkte vor

Von der rund 30 Quadratmeter messenden Plattform könnten Besucher die Stadt Osnabrück, das Osnabrücker Land, den Teutoburger Wald und das Wiehengebirge überblicken, erklärte Gerdts. Wichtige Sichtpunkte, wie die Dörenther Klippen oder die Windräder auf dem Kamm des Teutoburger Waldes in Borgholzhausen, würden durch umlaufende Infotafeln näher vorgestellt. Aber auch nicht sichtbare Sehenswürdigkeiten des Naturparks, wie die Endmoränen Ankumer und Dammer Höhe, die Varusschlacht in Kalkriese, die Gabelung der Hase bei Melle, die Saurierfährten in Barkhausen, das Gradierwerk Bad Rothenfelde und der Berg Freeden, würden erklärt.

Neue Windkraftanlagen dienen als Anschauungsobjekte und informieren über "Erneuerbare Energien"

„Am Beispiel der Aussichtsplattform möchten wir eine breite Zielgruppe über den Sinn und Zweck von Naturparks informieren und eine verbesserte öffentliche Wahrnehmung für diese Landschaftsräume erreichen“, unterstrich Brickwedde. „Das Projekt soll dazu beitragen, die Schönheit und die Schutzbedürftigkeit dieser abwechslungsreichen Landschaftsformen in den Vordergrund zu rücken.“ Die durch die Stadtwerke in der Nachbarschaft neu errichteten Windkraftanlagen sollen als Ausstellungsbereich dienen, um auch über das Thema „erneuerbare Energieerzeugung“ aufzuklären. Sie würden als Anschauungsobjekte in die Ausstellung einbezogen. Die Aussichtsplattform sei eine wichtige Ergänzung im Rahmen des Umweltbildungsnetzwerkes „3-Berge“, sagte Brickwedde. Der Zusammenschluss acht städtischer Umweltakteure, darunter das Biologische Schülerlabor der Universität Osnabrück, das Museum Industriekultur und der Osnabrücker Zoo, habe es sich zur Aufgabe gemacht unterschiedlichen Zielgruppen die Vielfalt umweltrelevanter Themen näher zu bringen. Er sichere der Stadt Osnabrück ein Alleinstellungsmerkmal auf diesem Gebiet. Insgesamt förderte die DBU bislang 39 Projekte mit rund 3,7 Millionen Euro auf dem Piesberg, Schölerberg und Westerberg.

Mit historischer Feldbahn Aussichtsplattform erreichen und ein Stück Industriegeschichte erleben

Das Modellprojekt passe hervorragend in den 2007 von der Stadt erarbeiteten „Aktionsplan Piesberg 2030“, in dem neun verschiedene Themenkorridore, darunter Geologie und Industriekultur, Energie, Erholung und Sport sowie Kunst und Kultur, beschrieben seien und durch verschiedene Erlebnisbereiche an interessierte Besucher weiter vermittelt werden sollen, so Oberbürgermeister Pistorius. Ein neues Umweltbildungskonzept solle sich nun noch intensiver mit den Themenschwerpunkten Natur, Landschaft, Geschichte sowie Energie und Technik beschäftigen. Unterstützt werde die Stadt bei der inhaltlichen Umsetzung vom Naturpark TERRA.vita, dem „3-Berge“-Netzwerk und dem Osnabrücker ServiceBetrieb. Besucher könnten die Aussichtsplattform, von der auch der Steinbruchbetrieb in Mitteleuropas größtem Quarzitsteinbruch gut zu beobachten ist, von April bis Oktober 2011, jeweils am ersten und dritten Sonntag im Monat, auch mit einer Zugfahrt in einer historischen Feldbahn erreichen und so ein Stück Industriegeschichte erfahren.

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt (AZ 29234): Fachbereichsleiter Umwelt der Stadt Osnabrück, Detlef Gerdts, Telefon 0541/3233172, Telefax 0541/323153172

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