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29.08.2012 |
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Von Quellen und Schadstoffen: Vortrag zur Trinkwasserqualität

Donnerstag, 6. September, um 18.30 Uhr im Zentrum für Umweltkommunikation der DBU – Führung durch DBU-Ausstellung
Trinkwasser
Ein Vortrag über Trinkwasserqualität findet am 6. September im Zentrum für Umweltkommunikation der DBU statt.
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Dr. Frank Sacher
Referent Dr. Frank Sacher vom Technologiezentrum Wasser des DVGW.
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Peter Tenhaken
Referent Peter Tenhaken prüft die Trinkwasserqualität in der Region Osnabrück
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 Logo Ausstellung zur Nachhaltigen Chemie
T-Shirts, Tüten und Tenside - Die Ausstellung zur Nachhaltigen Chemie im ZUK der DBU

Osnabrück. Menschen brauchen Wasser zum Leben wie die Luft zum Atmen. „Deshalb ist unser Trinkwasser das am besten überwachte Lebensmittel“, sagt Dr. Frank Sacher vom Technologiezentrum Wasser des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) in Karlsruhe.  „Es muss in Deutschland hohen Anforderungen genügen. Das regelt die Trinkwasserverordnung.“ Das Umweltbundesamt vergab dem deutschen Trinkwasser erst Anfang des Jahres Bestnoten. Aber wie wird es überhaupt gewonnen? Und wie werden Oberflächen- und Grundwasser gereinigt und aufbereitet? Gelangen nicht doch schädliche Rückstände von Medikamenten oder aus der Landwirtschaft in das Trinkwasser? In einem Vortrag am 6. September um 18.30 Uhr im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) erläutert Sacher, wie eine einwandfreie Trinkwasserqualität gewährleistet werden kann. Unterstützt wird er dabei von Peter Tenhaken vom Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück.

Entsorgung von Alt-Medikamenten: Bessere Aufklärung der Verbraucher

Ein russisches Sprichwort sagt: „Spucke nicht in den Brunnen, du wirst selbst aus ihm trinken müssen.“ Und doch: Neben den eingenommen Arzneimitteln, die auf natürlichem Wege über die Toilette in das Abwasser ausgeschieden werden, werde noch immer ein Drittel aller Alt-Medikamente von Verbrauchern über diesen Weg entsorgt, schätzt Sacher. Das sei für die Kläranlagen durchaus ein Problem, berichtet auch Tenhaken. „Denn die sind ursprünglich nicht darauf ausgerichtet worden, Spurenstoffe wie diese zu beseitigen.“ Sacher fordert deshalb: „Hier brauchen wir noch eine deutlich bessere Aufklärung der Verbraucher – zum Beispiel über die Beipackzettel der Arzneimittel.“

Belastungen aus der Landwirtschaft

Eine weitere Belastung entstehe für die Wasseraufbereitungsanlagen durch den übermäßigen Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft, so Tenhaken. Hier müssten dann notfalls teure Filteranlagen „Reparaturdienste“ leisten. Tenhaken wird in seinem Vortrag seine Arbeit als Wasserqualitätsprüfer vorstellen und auf die Substanzen eingehen, die in der Region eine Rolle bei der Wasseraufbereitung spielen. Daneben will er vorbeugende Strategien vorstellen wie etwa Kooperationen mit Landwirten und Agrarverbänden, die von den Wasserwerksbetreibern angestoßen wurden.

Trinkwasser ist das umweltfreudlichste Lebensmittel

Sacher will in seinem Vortrag auch für das Trinkwasser werben: „Es ist immer noch das umweltfreundlichste und kostengünstigste Lebensmittel – und stets frisch.“ Ihm sei kein Qualitätsgrund bekannt, weshalb Mineralwasser dem Leitungswasser vorgezogen werden sollte.

Vortrag aus dem Veranstaltungsprogramm zur DBU-Wanderausstellung

„Trinkwasserqualität in Deutschland: Medikamenten- und Pestizidrückstände aus der Leitung?“ ist der Titel des Vortrags aus der Reihe, die monatlich die DBU-Wanderausstellung „T-Shirts, Tüten und Tenside – Die Ausstellung zur Nachhaltigen Chemie“ begleitet. Interessierte können vor dem Vortrag ab 17.45 Uhr an einer kostenfreien Führung durch die Ausstellung teilnehmen. Die DBU-Wanderausstellung ist montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr im ZUK der DBU zu sehen. Der Eintritt ist frei. Für Gruppen ab zehn Personen und Schulklassen werden Führungen und ein spezielles Begleitprogramm angeboten (Anmeldung unter Telefon 0541/9633921). Informationen unter www.t-shirts-tueten-und-tenside.de.

Nächster Vortrag am 4. Oktober

An den Vortragsabenden ist die Ausstellung bis 18.30 Uhr geöffnet. Und für den Terminkalender: Weiter geht es am 4. Oktober zum Thema „Saubere Textilien? – Chemikalien in unserer Kleidung“ mit Dr. Ralph Pirow vom Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin.

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